Adventskonzert am 30.11. 2014

Ein gelungenes Konzert zum 1. Advent

 

Wieder durften die Sänger des Claudius Männerchores mit ihren Gästen ein wunderschönes Adventskonzert erleben. Es ist schon erstaunlich, dass man beim Singen von Liedern wie dem Glöckchen (mit Ave Maria) oder dem Trommellied (der "Weihnachtshymne" des Chores), noch eine Gänsehaut bekommen kann. Ich denke und hoffe, dass es den Zuhörern auch so ging. Der Beitrag des Kinderchores der Uta-Schule sorgte für einen wunderschönen belebenden Kontrast und iIch hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. Überrascht waren sicher nicht nur die Männer des Chores von unseren beiden Damen, Johanna Bergmann, souverän an der Orgel, und Frederike Sagebiel, die Sopranistin. Wer hätte von so einer jungen Frau eine derartige Stimme erwartet. Ich denke über die Unterstützung beim Ave Maria würden wir uns im Chor des Öfteren freuen wollen. Schön war es auch, dass die Weihnachtsgeschichte wieder von Werner Paulo gelesen wurde - natürlich in seiner gewohnt routinierten Art. Nicht vergessen möchte ich natürlich unseren Dirigenten Wolfgang Geiger. Er hat bestimmt ganz schön geschwitzt vor seiner Feuertaufe. Es hat ihm ja auch keiner gesagt, dass wir im Konzert auf ihn noch besser reagieren als in der Probe.

 

Aber das Konzert ist ja eigentlich der Höhepunkt einer längeren Arbeit. Begonnen haben wir bereits im August. Die ersten verspäteten Proben mit dem neuen Chorleiter. Wie harmonieren wir zusammen? Wie wollen wir das schaffen? Aber Wolfgang kam mit seiner fränkischen Gelassenheit in unsere Proben und schaffte es mit seinen kleinen Tricks und Motivationshilfen, uns zu alter Stärke und Perfektion  zu bringen. Es ist doch wunderbar, wenn man aus einer Probe kommt und kann sagen, es hat wieder mal richtig Spaß gemacht.

 

Und dann sind da vielen anderen wichtigen Sachen, die getan werden müssen. Der Termin in der Kirche muss stehen, die passenden Mitwirkenden müssen organisiert werden, die Lieder müssen abgestimmt werden. Eintrittskarten, Programme und Plakate müssen gestaltet und gedruckt und Präsente müssen besorgt werden. Die Podeste für die Bühne müssen angeliefert und aufgebaut werden, wobei die jedes Jahr ein Stück gekürzt werden aber kurioser Weise trotzdem immer wieder passen.

 

Es ist schön zu einer Gemeinschaft zu gehören, die so etwas noch auf die Beine stellt.

 

 

Auch wünsche ich allen Sangesbrüdern, die aus gesundheitlichen Gründen am Konzert nicht teilnehmen konnten, eine gute Besserung.

 

 

Jens Neumann, Naumburg

 

 

Gründungsfest am 25.10. 2014

Der Claudius-Männerchor e.V  feierte sein 183 jähriges Jubiläum mit dem Gründungsfest im Burgenlandsaal des Hotels " Zur Alten Schmiede"  in Naumburg. Die Sänger mit ihren Frauen und Gästen fanden an großen runden festlich gedeckten Tischen Platz.

 

Der Abend wurde mit drei konzertanten Darbietungen durch Schülerinnen der Musikschule des Burgenlandkreises , Standort Naumburg, "Heinrich von Veldeke"  unter Leitung der Direktorin Frau Schröder, die auch durch das kleine Programm führte, eröffnet. Wir hörten den 2. Satz aus Antonio Vivaldis Violinkonzert „Der Winter“, dann ein Stück von Peter Helmut Lang „Über den Wolken“ und zum Schluss von Aram Chatschaturjan ein „Andantino“ auf dem Klavier gespielt. Anschließend ehrte der Kreis-Chorleiter, Herr Holstein, mehrere Chormitglieder für 25-, 40- und in einem Fall sogar 60-jährige aktive Mitgliedschaft und Treue zum Chor. (Jürgen Riesebeck, Anmerkung von Hans-Georg Fischer)

 

Es war der Abend, als unser neuer Dirigent, Wolfgang Geiger, zum ersten Mal einen Chorauftritt mit uns dirigierte. Er zeigte sich bestens in Form und lieferte damit ein überzeugendes Debüt vor eigenem Publikum.

 

Mit einem letzten Dirigat , Mendelssohns "Abschied von Walde" , verabschiedete sich nach drei Jahren gelungener künstlerischer Tätigkeit  Volker Söllner von uns , der nach Abschluss seines Studiums in Weimar nun fern von Naumburg in das Berufsleben eintreten wird. Zu unserer allgemeinen großen Freude hat auch unser vormaliger Dirigent Paul Symann nicht den weiten Weg aus Niedersachsen gescheut, um für ein paar Stunden unsere in drei Jahren gewachsene Freundschaft weiter zu pflegen.

 

Nach einem gemeinsamen Abendessen, das von dem Duo „FnD Music - Felix Veit & Co.“ Musikalisch umrahmt wurde, spielte dies zum Tanz auf  und es wurde auch fleißig das Tanzbein geschwungen. Wir hatten einen harmonischen Chorabend, der Chor war  für seinen Auftritt ausgewogen singfähig, wenn auch aus mancherlei Gründen leider wieder nicht vollzählig.

 

Unter Leitung von Wolfgang Geiger  wollen wir nun mit viel Schwung und Zuversicht in die Vorbereitung der Advents- und Weihnachtsmusik gehen.

 

Jürgen Riesebeck, Naumburg

 

 

Sommerfest am 4.7. 2014

Sana, sananina oder Ho, unser Maat. So langsam hat der Chor diese beiden Stücke „im Blut“, um es prosaisch auszudrücken. Mit diesen Liedern, den tannigen Hosen oder den Trauben, welche zu Wein werden und anderen Gesängen haben wir uns unser diesjähriges Sommerfest aufgelockert aber auch unseren Frauen ein kleines Programm geboten. Der Vorstand hatte zu diesem lockeren und geselligen Abend in den Bürgergarten geladen und knapp 30 Sänger und Ehefrauen nahmen diese dankend an. Trotz Fußball Frankreich – Deutschland, was ja Deutschland knapp 1 : 0 gewonnen hat: In einer Rede hat unser 1. Vorsitzender Klaus-Dietrich Keidel allen Sängern  für ihren Einsatz im ersten Chorhalbjahr gedankt und auch bemerkt, dass dieser Abend der letzte öffentliche Auftritt von Volker Söllner ist, der uns ja aus beruflichen Gründen leider verlassen muss. Seine „richtige“ Verabschiedung und die Begrüßung unseres neuen künstlerischen Leiters, Wolfgang Geiger, den wir schon einige Male  in den Proben „genießen“ konnten, wird zu unserem Gründungsfest am 25. Oktober sein. Ganz wichtig war aber der große Dank an alle Sängerfrauen, welche Woche für Woche, Auftritt für Auftritt auf ihren Männer verzichten und sie, also uns, ins Chorleben entlassen. Vielen Dank Euch!

 

In geselliger Atmosphäre verging dieser sommerliche Abend wie im Flug und jeder wird wohl 2015 gern wiederkommen. Ein kleiner, ganz kleiner kritischer Ton zum Schluss. Es wäre schön, wenn die Beteiligung der Sänger, das sei auch für unser Gründungsfest gesagt, besser wäre. Gehören diese Feste doch auch zum Chorleben.

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

 

Hussiten - Kirschfest 2014  am 27.6. 2014

Alle Jahre wieder …

 

Man glaubt ja gar nicht, wie schnell ein Jahr vergehen kann. Man merkt es meistens beim eigenen Geburtstag und dann auch beim alljährlichen Kirschfest. Eben noch in der Konzertmuschel gestanden, das Kirschfestlied gesungen und schon läuft der Film genauso wieder ab. Wie in jedem Jahr war es wieder ein schönes Konzert und schöne Stunden. Gleichermaßen für Zuhörer und Chorsänger. Wir waren 10 Naumburger Chöre und konnten in kurzweiligen 2 Stunden unsere Lieder singen. In der Reihenfolge ihres Auftrittes waren dabei: Der Männerchor Naumburg e.V., der gemischte Chor „Harmonie“ e.V., der Männerchor Grochlitz e.V., die Damen des Chores der Volksolidarität, der Volkschor aus Altenburg / Saale Naumburg-West e.V. Dann der Gesangs-Verein-Großjena 1849 e.V. und der Männerchor Schellsitz e.V., welche ihre Lieder gemeinsam gesungen haben und auch Chorus Cantemus Naumburg sowie popchorN(aumburg) e.V. durften nicht fehlen. Wir durften als vorletzter Chor unser Programm darbieten. 23 Sänger haben diese Lieder gesungen: Von Heinrich Marschner „Was perlet im Glase“, eine Bearbeitung von „Aloha ohe“ unseres Dirigenten Volker Söllner, das Tessiner Volkslied „Quattro cavai“ und als Zugabe einen Gospelsong von Lorenz Maierhofer, bearbeitet von Volker Söllner, „Sana, sananina“. Vielen Dank allen Sängern, die dieses gut ausgewählte Programm gesungen haben. An dieser Stelle sei ein ganz großer Dank vom Chor, vom Vorstand und auch persönlich von mir an Volker Söllner gesagt. Es war gestern sein letzter öffentlicher Auftritt mit uns. Wir denken an viele schöne gemeinsame Stunden, auch Chorproben, und wir erinnern uns auch an die verschiedenen Chorauftritte, seien es das Adventskonzert, das Singen auf Burgen oder die Konzerte bei der Heilsarmee und im Altenheim im Michaelisholz. Lieber Volker, es war eine schöne Zeit mit Dir und wir wünschen Dir auf Deinem weiteren Weg immer auch eine gute Erinnerung an „Deine Männer“.

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

 

Benefizkonzert in der Moritzkirche am 13.6. 2014

In der Hoffnung, dass die Moritzkirche gestern viel Spendengeld für die Sanierung ihres Kirchendaches eingesammelt hat, möchte ich rückblickend über unseren Auftritt bzw. die Auftritte der Chöre gestern beim Benefizkonzert schreiben. Drei Naumburger Chöre, der gemischte Chor Harmonie, der Männerchor Naumburg und wir als Claudius Männerchor Naumburg, hatten zugesagt, die Kirche zu unterstützen und Spendengelder „einzusingen“. Vor einer gut gefüllten Kirche bot jeder Chor ein kleines Programm und zum Abschluss der Veranstaltung haben alle gemeinsam das „Dona nobis pacem“ als Kanon gesungen. Der Naumburger Männerchor und wir haben, was vielleicht ein erster Schritt zur gemeinsamen Unterstützung gewesen ist, zusammen „Das Morgenrot“ gesungen. Für die Zuhörer waren es kurzweilige 1 ½ Stunden. Sie hörten u.a. Volkslieder, geistliche Stücke aber auch einen Gospelsatz, der von „unseren Claudiusmännern“ gut und rhythmisch locker gesungen wurde und mit viel Beifall bedacht wurde. Unser Programmbeitrag war folgender: „Trösterin Musik“, „Frisch gesungen“, „Wie ein stolzer Adler“, „Das Ringlein“, „Tief von dir durchdrungen“, „So durch die Gassen“, „Brüder, reicht die Hand zum Bunde“, „Sana, sananina“ und „Das Morgenrot“. Vielen Dank allen Männern, die diesen Termin wahrnehmen konnten und ebenfalls herzlichen Dank an Simon Fröhlich, der unser „Aushilfsdirgent“ war, seine Sache prima gemacht hat und uns gern mal wieder dirigieren kann, soll und muss! Nach der Veranstaltung gab es einen kleinen Imbiss von der Kirchgemeinde als Dankeschön für ihren Einsatz. Vielen Dank auch dafür.

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

 

Sängerfahrt 17. / 18.5. 2014

Am  17.05.2014 6.30 Uhr startete der Claudius- Männer-Chor mit 20 Teilnehmern auf der Vogelwiese in einem tollen Reisebus der Firma Philipp aus Steigra die Sängerfahrt 2014. Nach dem Eingangslied, angestimmt von unserem Chorleiter Volker Söllner, und der Übergabe der Leitung an den Organisationsleiter Hans-Georg Fischer (Stichwort: Dienstmütze) ging es los. Frühstück gab es auf einem Autobahnparkplatz nach traditioneller Art u.a. mit „Schlegel“-Würsten. Dann gab es eine kleine Überraschung in Form einer  Weinverkostung von Kösterweinen.  10.00 Uhr war eine Führung in der Schauwerkstatt Herrnhuter Sterne GmbH. Interessant war die Geschichte der Herstellung und des Betriebes. Der supermoderne Schau- und Verkaufsbau ist imponierend und voller Sterne in vielen Größen, aber immer der gleichen Form. Wir bedankten uns mit einem Lied. Nicht weit von Herrnhut befindet sich das Wirtshaus und Landhotel EULKRETSCHAM. Hier gab es Mittagessen - u.a. das traditionelle Oberlausitzer Gericht „Teichelmauke mit Rindfleisch - und wir bezogen unser Quartier. Ab Zittau ging es weiter mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn Richtung Oybin. Schon auf dem Bahnsteig in Zittau empfing uns die „Magd“ Johanna – eine kompetente und zu Späßen aufgelegte Touristenführerin. Es wurde viel gelacht und auch gesungen.  In  Oybin ging es durch den Hausgrund zum Berg Oybin. Ein steinerner Ritter bewacht den Weg am Durchgang durch die Klamm. Am ersten Tor der Burg Oybin  erwartete uns die „Magd“ Bruni und führte uns durch die Burg und das Kloster. In der Ruine der Klosterkirche und in der Unterkirche sangen wir mehrere Lieder u.a. „Das Morgenrot“ ,  „Trösterin Musik“ , „Die Motette“.  Wir lernten auch Räume im Untergrund kennen, die gerade restauriert wurden. Trotz Regenwetters betrachte ich diesen Teil der Reise als den gelungenen Höhepunkt. Am Abend im EULKRETSCHAM feierten und sangen wir in der „Brennerei“ – einem urigen ehemaligen Pferdestall und erregten Aufmerksamkeit bei den zahlreichen Gästen. Im Ergebnis sangen wir Ständchen bei zwei Jubilaren - einer 30- und einer 78-jährigen. Der nächste Tag führte uns in das Kloster St. Marienthal bei Ostritz, direkt an der Neiße gelegen. Hier gab es den viel besuchten  Klostermarkt und eine Klosterführung mit dem ehemaligen Hausmeister. Die Folgen des Hochwassers von 2010 waren noch nicht vollständig beseitigt und so konnten wir das Innere der Klosterkirche nur per Bildschirm sehen. Wir sangen in einem alten Gewölbe, der Klosterkapelle,  die als Behelfskirche eingerichtet war. Die Klosterkirche soll mit viel Prominenz in diesem Jahr feierlich wiedereröffnet werden. Unser „Hausmeister“ hatte noch eine kleine Geschichte im Rande zu einem Storchennest auf dem Schornstein eines Wirtschaftsgebäudes. Die Störche fühlten sich offenbar durch das Hochwasser gestört und bauten nicht weit entfernt ein neues Nest. Das alte verteidigen sie jedoch gegenüber neuen Interessenten – quasi als Zweitwohnsitz. Dann lernten wir noch die Klosterschänke kennen und das dunkle Klosterbier, gebraut in Eibau. Auf der Heimfahrt gab es angeblich einen Stau auf der Autobahn und wir landeten unversehens im Weingut Loose in Gröbern bei Meißen. Steffen Loose stellte seine Weine bei einer unterhaltsamen und lustigen Weinverkostung vor. Wir dankten mit 3 Weinliedern. So endete eine wunderschöne Sängerfahrt. Der Organisator Hans-Georg Fischer setzte Maßstäbe. Auf der Vogelwiese angekommen wurde ihm und unserem Chorleiter Volker Söllner herzlich gedankt.   

Lothar Keilwagen, Naumburg

 

 

Mitteldeutsche Zeitung vom 11.5. 2014

Tradition braucht neue Wege

 

11.05.2014 09:45 Uhr

 

Musikalische Runde: Der Claudius-Männerchor trifft sich traditionell für seine Probe in der Naumburger Gaststätte „Zum Bürgergarten“.  (BILD: TORSTEN BIEL)

 

VON CONSTANZE MATTHES

 

Der Naumburger Claudius-Männerchor erlebt einen Wechsel an der Spitze und steht jetzt und künftig vor einer Herausforderung: Nachwuchs zu gewinnen.

 

NaumMBURG

Nicht nur für ein Bier oder eine Skat-Partie betreten einige Männer jeden Donnerstagabend die Naumburger Gaststätte „Zum Bürgergarten“. Unter dem Arm haben sie ihre Noten-Mappe geklemmt. Abseits des Lokal-Betriebes frönen sie ihrer Leidenschaft: das Singen - gemeinsam und gesellig im Chor. Schon seit Jahren ist der Claudius-Männerchor Stammgast im Bürgergarten. Doch auch ein so traditionelles Vokalensemble wie das 1831 begründete bleibt von Veränderungen und Entwicklungen nicht verschont.

Das nächste Konzert des Claudius-Männerchors findet am Sonntag, 11. Mai, im Biergarten der Gaststätte „Zum Bürgergarten“ statt. Mit dabei: die Schumu-Big-Band der Musikhochschule Weimar. Ab 17 Uhr präsentiert der Chor sowohl bekannte Volkslieder als auch neue Stücke wie „Sana sananina“ (Gospel) und „Aloha he“ (Shanty). Mit einem bunten Mix aus Jazz-, Swing-, Funk- und Blues-Titeln präsentiert die Band das musikalische Gegenstück. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird indes gebeten.

Eine Veränderung macht sich nun am Amt des Vorsitzenden fest. Nach 25 Jahren an der Spitze des Chores hat Jürgen Schmidt aus gesundheitlichen Gründen den Staffelstab an Klaus-Dietrich Keidel weitergegeben. Der 67-Jährige und seine drei Vorstandskollegen wissen, vor welcher großen Herausforderung der Chor gegenwärtig steht und in den kommenden Jahren stehen wird: Nachwuchs zu gewinnen. Das Durchschnittsalter der aktuell 32 aktiven Mitglieder liegt bei 62 Jahren, der älteste Sänger, William Dietrich, ist Jahrgang 1931, der jüngste, Franz Klug, Jahrgang 1993. In der Kooperation mit Bildungseinrichtungen sehen sie Chancen. „Wir arbeiten seit längerer Zeit mit der Weimarer Musik-Hochschule zusammen“, bemerkt Schatzmeister Eckhard Urner. Das Ergebnis: Dirigent Volker Söllner. Vor drei Jahren hat er die künstlerische Leitung des Chores übernommen. Während der 26-jährige Student der Schulmusik fachliches Wissen einbringt, sammelt er für seine kommende berufliche Laufbahn als Musiklehrer praktische Erfahrungen. „Es ist ein Geben und ein Nehmen. Für mich ist das Amt wertvoller als jeder Unterricht“, sagt Söllner, der das bewährte Repertoire des Männerchores mit Gospel und Shantys aufgefrischt hat. Doch auch für den musikalischen Leiter kommt im Sommer mit dem Abschluss seines Studiums indes der Abschied. „Mit Wolfgang Geiger haben wir schon einen Nachfolger gefunden, der unsere Proben besucht hat und so eingearbeitet wurde“, erzählt Keidel.

 

Der Vorstand mit Chorleiter Volker Söllner (Mitte): Hans-Georg Fischer, Klaus-Dietrich Keidel, Eckhard Urner und Dieter Kohnke (von links). ) (BILD: BIEL

 

Doch das Problem des fehlenden Nachwuchses sollte noch auf einer ganz anderen Ebene angegangen werden, sind sich die insgesamt vier Vorstandsmitglieder einig. „Alle hiesigen Chöre sollten sich gemeinsam zusammenfinden und über Lösungen diskutieren“, sagt Urner. Schließlich sind die meisten Vokalensembles der Region von der demografischen Entwicklung und der Überalterung betroffen, fehlen den gemischten Chören vor allem geeignete Männerstimmen. Eine Zusammenarbeit, ohne die eigene Identität aufgeben zu müssen, wäre ein Ansatz. „Vielleicht haben wir die ernste Lage einfach verschlafen“, meint Hans-Georg Fischer. Einer angesichts eines traditionellen Männerchores zugegeben verwegenen Möglichkeit erteilen die Vorstandsmitglieder jedoch eine klare Abfuhr. Nein, Frauen werden auch künftig nicht aufgenommen, egal, wie ernst die Lage ist.

Für die Jugend interessanter macht sich der Chor bereits mit einer Internet- und einer Facebook-Seite. Präsenz zeigen die Sänger in diesem Jahr mit ihrem Muttertagskonzert (siehe „Auftritt“) oder wieder in der Adventszeit. In diesem Monat geht es zudem auf Konzertreise in die Oberlausitz.

 

Frühlingskonzert zum Muttertag am 11.5. 2014

 

Es war ein Wagnis. Es war Neuland. Aber es war gut. So auf jeden Fall mein Eindruck und auch der von den vielen Zuhörern gestern im Bürgergarten in Naumburg. Aber langsam und der Reihe nach. Zu unserem schon traditionellen Frühlingskonzert zum Muttertag haben wir uns im Vorstand für das schon angesprochene Wagnis  entschieden. Ein Freiluftkonzert. Volker machte den Vorschlag, „seine“ BigBand aus Weimar einzuladen, wir haben im Bürgergarten alles organisiert, der Chor hat intensiv geprobt und ab Sonntag früh begann das kollektive Warten. Wie wird das Wetter? Halten die Prognosen, halten sich eventuelle Schauer von Naumburg fern und die wohl wichtigste Frage, hält die Ungewissheit unsere Zuhörer ab, uns zu besuchen? Gut, der Regen hielt sich in Grenzen. Zumindest hat es nicht ununterbrochen geregnet. Es hätte auch ein etwas größeres Publikum da sein können und es war zum Ende hin schon etwas kühl. Aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall und ich denke mal, dass wir nicht zum letzten Mal den herrlichen Biergarten für unseren Auftritt genutzt haben. Zum Konzert selbst folgende Worte. Ein großer Dank geht an Volker, der bis zur letzten Probe mit uns beharrlich geübt, neue Stücke einstudiert und damit auch das klassische Männerchorrepertoire erweitert hat. Dass wir Shantys singen können und auch Gospel war für uns eine große Entdeckung. Das augenzwinkernde Mädchen mir den drei blauen Augen von Georg Kreisler war ebenfalls eine besondere Note im Programm. Natürlich haben wir auch „klassisch“ gesungen. „Ännchen von Tharau“ oder „Wie ein stolzer Adler“ durften nicht fehlen. Und da bin ich beim zweiten Dank. Die Bewährungsprobe für unseren neuen Dirigenten Wolfgang Geiger, leider hört ja Volker Söllner zur Sommerpause auf, ist gelungen. Ich persönlich freue mich auf eine befruchtende Zusammenarbeit mit ihm. Ist er doch so herzerfrischend forsch und bestimmend. Mein dritter Dank geht an die SchuMu-BigBand aus Weimar. Die Musik ging ins Blut. Swing, Jazz, Funk oder Blues. Wer sie nicht gehört hat, hat auf jeden Fall einen Hochgenuss verpasst.  Diese Lockerheit und Ungezwungenheit und dann noch alles so schön spontan. Man hat gespürt, welche große Freude es sein kann zu musizieren. Mein Fazit. Auch wenn wir nicht in Bestbesetzung singen konnten, war es für alle Sangesbrüder eine sehr gute Erfahrung, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen. Das ist dann mein vierter und letzter Dank für heute. Danke an jeden einzelnen Sänger und Danke an den gesamten Chor, denn nur als Einheit können wir funktionieren.   

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

Herrnhuter Sterne GmbH - Herrnhuter Advents- und Weihnachtsstern

Advent und Weihnachten

Zeit der Stille

und Besinnung,

bis jemand

auf die Idee kam,

dass Geschenke

sein müssen.

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