Singen im Altenheim "Henry Dunant" am 11.12. 2010

Schon zwei Tage später sangen wir im Pflegeheim "Henry Dunant" in der Schönburger Straße. Trotz des Glatteises und damit sehr schwieriger Wegebedingungen war der Chor gut singfähig und konnte zwölf Lieder aus dem Weihnachtsprogramm darbieten. Wir hatten bei diesem Auftritt das deutliche Gefühl, dass wir ein wenig Wärme und Freude in den Kreis unserer teils hoch betagten und altersschwachen Hörerschaft tragen konnten. Unser künstlerischer Leiter Paul Symann hatte seine Bahnreise von Weimar nach Berlin in den Heimaturlaub eigens für diesen Auftritt in Naumburg unterbrochen, was wir dankbar hier erwähnen.

 

Mit diesen zwei Auftritten schlossen wir das Chorjahr 2010 und gehen mit froher Zuversicht in das Neue Jahr, allerdings nicht ohne das Treffen zum Frühschoppen am 2. Weihnachtsfeiertag zu erinnern.

 

Jürgen Riesebeck, Naumburg

 

 

Singen im Michaelisholz am 9.12. 2010

Seit Jahrzehnten gehört es zur Tradition im Claudius-Männerchor, in der Adventszeit jene mit Weihnachtsliedern zu erfreuen, die wegen hohen Alters und mangelnder Mobilität das alljährliche Konzert am 1. Advent nicht besuchen können. Seit mehreren Jahren suchen wir Sänger mit unserem Dirigenten deshalb die Einrichtung für betreutes Wohnen am Michaelisholz auf, um dort ein kleines Konzert zu geben. Wir werden dort immer freudig erwartet und zunächst mit einem Glas Sekt oder Saft empfangen.

 

Selbstverständlich treten wir zu diesem Konzert in festlicher Chorkleidung auf. Wie immer war der Chor auch in diesem Jahr nahezu vollständig angetreten, sodass die Sänger kaum wirklich Platz hatten. Das hat uns nicht gehindert, einen sicherlich qualitativ guten Auftritt zu absolvieren. Aus unserem Konzertprogramm sangen wir siebzehn neue und alte Lieder zu Advent und Weihnacht. Unser Dirigent Paul Symann lockerte mit kurzen Wortbeiträgen das Programm auf. Das dankbare Publikum, der Saal war bis auf die letzten Plätze gefüllt, dankte mit herzlichem Applaus und veranlasste uns, als Zugabe das "Trommellied" noch einmal zu wiederholen. Gemeinsam mit den Bewohnern sangen wir zu Abschluss "O du fröhliche ..." .

 

Mit Glühwein und Plätzchen und bei munteren Gesprächen klang der Auftritt aus.

 

Jürgen Riesebeck, Naumburg

 

 

Adventskonzert am 28.11. 2010

Klingt ein Glöckchen klingeling …

 

Noch immer bin ich ziemlich ergriffen von unserem gestrigen Advents- und Weihnachtskonzert und für mich persönlich war es das schönste, emotionalste und künstlerisch wertvollstes Konzert, welches ich hier im Claudius-Männerchor mitgesungen habe. Die knapp zwei Stunden flogen  trotz einer nicht übermäßig beheizten Kirche - immerhin war sie aber beheizt - dahin wie nichts und die Weihnachtsstimmung konnte man geradezu fühlen. Es ist schon ein großartiges Gefühl, mit über dreißig Männern „Tochter Zion“ zu schmettern oder bei „Heil´ge Nacht, o gieße du …“  mit viel Herz die über 300 Zuhörer zu erfreuen. Sehr gut ausgewählt waren unsere künstlerischen Gäste, Theresa Neumann und Richard May, die beide virtuos ihr Gitarre beherrschten und die Gitarrenstücke so locker und leicht spielten, als wäre es das einfachste auf der Welt. Die etwas andere Weihnachtsgeschichte, wie immer von Paul vorgetragen, brachte uns allen die Weihnachtsbotschaft aus der Sicht von Ochs und Esel nahe. Natürlich durften das „Trommellied“ und „Stille Nacht“ nicht fehlen, ohne die wohl für keinen Naumburger das Weihnachtsfest beginnen kann. Ein großes Dankeschön an alle fleißigen Helfer im Hintergrund - die aber sehr viel zu dem großartigen Gelingen des Abends beigetragen haben. Ein noch größeres Dankeschön sei aber Paul gesagt, der es immer wieder schafft, uns in „Höchstform“ zu bringen und dem Chor ein Einheitsgefühl zu vermitteln. Dieser Dank ist aber mit einem riesigen Wermutstropfen verbunden, da das gestrige Konzert wahrscheinlich sein letztes Weihnachtskonzert mit uns gewesen ist. Aber, man soll ja bekanntlich nie „Nie“ sagen …  

 

Freuen wir uns also gemeinsam auf das kommende Jahr - ich wünsche schon jetzt allen Sangesbrüdern besinnliche Weihnachten - mit unserem Muttertagskonzert, dem 180. Geburtstag des Claudius-Männerchores, dem Gründungsfest im Herbst und natürlich einem neuen Konzert zum 1. Advent. Natürlich mit Paul!

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

 

Gründungsfest am 16.10. 2010

Das 179. Gründungsfest, am 16.10.2010, wurde im Spiegelsaal des Gasthauses  „Zur Henne“ gefeiert. In Vorbereitung waren Einladungen an die fördernden Mitglieder und Freunde des Chores verschickt worden. Beginn war 19.00 Uhr, alle waren festlich gekleidet erschienen und vom Ambiente des Spiegelsaales entzückt. Geschmackvolle Tischkarten, namentlich angefertigt, wiesen jedem Gast seinen Platz zu. Der Chor eröffnete das Gründungsfest mit einigen unterhaltsamen Liedern aus seinem Repertoire unter dem Dirigat von Paul Symann. Der 1. Vorsitzende Jürgen Schmidt begrüßte die Gäste und gab einen Rückblick auf die vergangenen Auftritte des Chores und einen Vorblick auf das Adventskonzert und das 180. Gründungsfest im Jahre 2011. Geehrt wurden zahlreiche Sänger für ihre langjährige Mitgliedschaft im Claudius-Männerchor mit Urkunden, Blumenstrauß und Weinpräsenten. Der 2. Vorsitzende Hans-Georg Fischer gab Hinweise zum Ablauf des Abends und befriedigte die Neugier der Sänger, denn es wurde im Vorfeld des Gründungsfestes von einer Überraschung gesprochen. Gegen 20 Uhr öffneten sich die Schiebetüren und neben einem kalt-warmen Büffet war eine Damenkapelle zu sehen. 9 Damen und 1 Herr, sicherlich nur als Vertretung, stellten sich als „Aphrodites Töchter“ vor. Das Büffet des Hauses war überreichlich, von guter Qualität und erfreute sich großen Zuspruches aller Gäste. Während und nach dem Abendessen spielte die Kapelle zum Tanz und zur Unterhaltung bis gegen 0.30 Uhr und erntete viel Beifall. Auch wer nicht tanzen wollte, konnte sich bei Swing, Fox, Walzer und Tango gut unterhalten. Es war wieder einmal ein gelungener Abend im Kreise der Chorfamilie, dank der guten Vorbereitung und Organisation unseres 2. Vorsitzenden Hans-Georg Fischer. Einen kleinen Schatten auf das diesjährige Gründungsfest wirft allerdings die geringe Teilnahme der Sänger an dem für sie eigentlich festlichen Höhepunkt des Chorjahres.

 

Klaus - Dietrich Keidel, Naumburg

 

 

Vom Einhorn und der schönen Melusine - 1 // am 12.9. 2010

Liebe und Verrat im Reich der Mythen

 

Am Anfang kommt, am Ende geht der berühmte Schwan und mit ihm der Ritter Lohengrin, Sohn des Gralskönigs Parzival. Dazwischen erscheinen ein verwunschener Ritter als Werwolf, die schöne Melusine, die mit Krötenkopf und Schlangenleib den jugendlichen Liebhaber verschreckt und das sagenhafte Einhorn, dem die Liebe zu einer Jungfrau zum Verhängnis wird.

 

Drei Geschichten sind das, die in der jüngsten Inszenierung des Naumburger Theaters "Vom Einhorn und der schönen Melusine" erzählt werden. Die Mirakel sind bekannt, und hier werden sie nicht neu erfunden, sondern komödiantisch als Erzähltheater mit Figuren und Musik als heiteres Sommertheater dargeboten. Es geht um Liebe und Verrat im Reich der Mythen und Sagen, wie das aus Minnesängerzeit und frühem Mittelalter überliefert ist.

 

Regisseur Paul Sonderegger, der auch als Erzähler die Geschichten augenzwinkernd auf den Punkt bringt, hat mit Kathrin Blüchert und Holger Vandrich als Figurenspieler nicht nur zwei ausgezeichnete Schauspieler zur Seite, sondern erstmals in Naumburg ein komplettes Gesangsensemble. So sah man den Claudius-Männerchor noch nie: ein Klangkörper, der unter der musikalischen Leitung seines Dirigenten Paul Symann immer in Bewegung ist. Mal positionieren sich die Sänger vor, mal auf der Bühne, teilen sich in Gruppen, beteiligen sich am Spiel. "Claudius" singt dabei durchweg und gekonnt Lieder aus seinem Repertoire. Die sind mal passend, mal konträr zum Geschehen. Wenn die Sänger, mit Eichenzweigen als Wald dekoriert, das Lied "Ein Jäger jagt ein wildes Schwein" anstimmen, während der Werwolf - eine kleine Handpuppe - durch diesen "Wald" gejagt wird, das ist schon ein köstlicher Spaß. Auch solche Regieeinfälle gehören dazu: Lohengrin und seine Elsa turteln mit Kochlöffel und Messer bewaffnet vor dem Elektroherd. So hat Richard Wagner die Gestalten seines Musikdramas wohl nie gesehen!

 

Dennoch gerät die musikalische Spurensuche durch den Irrgarten der Liebe nie aus dem Ruder, es bleibt die augenzwinkernde Romantik, die den Reiz des Spiels ausmacht, zum Klamauk mutiert das Ganze nie. Das Publikum im dicht besetzten Marientorhof hatte sichtbar Spaß an dem komödiantischen Figurenspektakel, Applaus gab es auf offener Bühne.

 

Es war eine rundum gelungene Eröffnungspremiere der neuen Spielzeit und eine mit Bravour bestandene Bewährungsprobe einer Kooperation, die es so am hiesigen Theater noch nicht gegeben hat: Naumburger Bürger - hier der Claudius-Männerchor - stehen gemeinsam in einer Inszenierung mit Profis auf der Bühne.

 

Am Ende dann, nach gut einer Stunde, ziehen die Claudius-Sänger, kleine Laternen in der Hand, wie einst Fernseh-Rumpelkämmerer Willi Schwabe, singend aus dem Torhof: "Schweigend, schweigend. Aus der blauen Ferne. Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh´!" Und aus den sparsamen Bühnenkulissen, in die sich Erzähler und Spieler winkend zurückziehen, leuchtet noch einmal Gralsritter Lohengrins weißer Schwan.

 

Hans-Dieter Speck, Naumburger Tageblatt

 

 

Vom Einhorn und der schönen Melusine - 2 // am 12.9. 2010

Nach dem offiziellen Bericht durch die Zeitung nun mein subjektiv geprägter und mehr emotionaler Gedankenrückblick an unser Theaterprojekt. Im Sommer hatte unser Sangesbruder Matthias Becker den Einfall, gemeinsam mit dem Theater Naumburg ein Projekt anzugehen, ohne zum einen so ganz richtige Vorstellungen zu haben und zum anderen ohne zu ahnen, auf welche Arbeitsintensität sich der Chor da einlassen würde. Der Intendantin des Naumburger Theaters ging es wohl ähnlich. So nach und nach wurde es dann konkreter, wir hatten erste Texte und eventuelle Liedvorstellungen von unserem Paul und von Paul Sonderegger, dem Regisseur des Theaterstückes. Noch vor unserer Sommerpause war dann alles komplett, auch der englische Text des zu lernenden Liedes lag nun in der Endfassung vor. Die Proben nach der Sommerpause bis zur ersten Aufführung im September haben wir dann intensiv gearbeitet - vielen Dank an die „kleine Besetzung“ - und natürlich dem ganzen Chor. Ich denke schon, dass wir sehr stolz auf uns sein können. Auch das Singen ohne Noten klappte prima, obwohl es mehr als ein Experiment war. Für uns als Chor war es eine vollkommen neue Erfahrung - die wir aber gemeistert haben. Es hat, so hoffe ich doch, allen großen Spaß gemacht und wir sind auch als Chorgemeinschaft gewachsen und näher zusammen gerückt.

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg 

 

Sommerfest am 1.7. 2010

Zu einem in der Tradition vollkommen neuen Sommerfest des Claudius-Männerchores hatte der Vorstand am vergangenen Donnerstag erstmalig eingeladen. Es war ein Dankeschönabend an die Sänger für den engagierten Einsatz bei den Proben und den Auftritten, die doch viele, also ziemlich viele aber immer noch nicht alle Sänger gezeigt haben. Um 19.30 Uhr trafen wir uns im Bürgergarten - geladen waren auch Sängerfrauen und Ehrengäste - so dass der Biergarten mit über 70 Menschen gut gefüllt war. An dieser Stelle sei ein riesengroßes Dankeschön an alle Ehefrauen und Partner unserer Sänger gesagt. Ohne diese „Großzügigkeit“, ihre Männer „an der langen Leine zu lassen“, wären doch viele Aktivitäten des Chores nicht gerade gut möglich. Bei einer guten Bratwurst und einem oder mehren Bräteln ließen wir es uns so richtig gut gehen. Es gab auch ausreichend Getränke. Bei der Hitze des Abends ein Muss und gesungen wurde auch. Es gab für Paul und Hans-Georg eine gute Flasche Wein als Geschenk des Vorstandes für die Organisation und Durchführung der Konzertreise und für alle Sänger, welche mit in Franzensbad waren, ein Erinnerungsfoto an die Reise. Zum Schluss ein Wort in eigener Sache: Die Arbeit im Vorstand erledige ich immer noch sehr gern - auch wenn ich jetzt durch die Krankheit von Jürgen Schmidt, der ja hoffentlich bald und so ganz richtig gesund wird, noch mehr Verantwortung übernommen habe - und es ist für mich selbstverständlich, dass ich das mit vollem Einsatz tue, so gut ich kann und hoffentlich auch zur Zufriedenheit der Sangesbrüder.

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

 

Kirschfest am 25.6. 2010

Und wieder war es soweit - ein Jahr vergeht wohl immer schneller, je älter man wird. Auch in diesem Jahr war der Claudius-Männerchor zu einem Auftritt im Bürgergarten in der Konzertmuschel geladen. Und etwas mehr als 20 Sänger nahmen diese Einladung auch gern an. Geprobt und auch gut dargeboten haben wir dann „Ein Jäger jagt ein wildes Schwein“, „Das Weinparadies“ und „Lob der Sänger“. Zu den ersten beiden Stücken haben wir uns auswendig versucht - Bravo und ein dickes Lob an Sänger und Paul - und bei dem Sängermarsch hatten wir dann die Noten zur Sicherheit dabei.  Ich denke, und Paul wird es bestätigen, dass dieser Weg mit einer ausgewogenen Verteilung des mit und ohne Noten aufgeführten Liedgutes und ein auf den Anlass und den Chor zugeschnittenen guten Liedauswahl der richtige weitere musikalische Weg des Chores sein kann.

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

 

Sängerfahrt am 19./20.6. 2010

Samstag, 19. Juni 06.30 Uhr: Es war wieder so weit. Eine kleine, aber feine Schar aufrechter Sänger versammelte sich auf der Vogelwiese, um mit Paul (einem Frühaufsteher vor dem Herrn!) das Lied „Brüder lagert euch im Kreise“ zu proben.

 

Das war schon ungewöhnlich genug, aber der Vorstand konnte das noch toppen: Er lud ein zum Frühstück auf der Autobahn – rustikaler Art natürlich, so mit Diesel schnüffeln oder Zigarettchen, schwarzem Kaffee und `ner Wurscht, die kombiniert mit einem feinem Gürkchen oder trocken mit Brötchen eingenommen werden konnte. Unser Klaus hatte eben an alles gedacht!

 

Übrigens schien es, als ob die Sänger auf der Flucht waren: Sie folgten einem Herrn aus dem Hause Israel, der wohl schon nach den ersten durchgemachten Ehetagen zu Hause gemerkt hatte, wie wichtig eine Erholung in den Reihen eines gestandenen Männerensembles ist. Jedenfalls setzte der sich auf den besten Platz vorn links, weil der rechte schon durch Hans-Georg mit der Mütze besetzt worden war. Und die Flucht war gut vorbereitet! Innerhalb kürzester Zeit flohen die Sänger außer Landes. Nun konnte ihnen nichts mehr passieren. Da viele Daheimgebliebenen die Vorwahl von Tschechien nicht kannten, blieben viele Handys stumm.

 

Ruhe trat im Bus ein. Allerdings nur einen kurzen Moment. Sich endlich um die wesentlichen Dinge des Lebens kümmernd, erleichterten viele Sangesbrüder ihr Gepäck. Im hinteren Teil des Busses lehrte der Tenor zwei einem Bass das fürchten, in dem man ihm nacheinander viele hundert Karten zum Auswendiglernen in die Hand drückte.

 

.... das wandern macht mir Pein, weiß nicht wo aus noch ein, ins Kloster möchte ich gehen, ins Kloster möchte ich gehen, da liegt ein guter Wein ....

 

So hieß es denn aussteigen und im Kloster Wein suchen. Manche Liedtexte sollte man umschreiben, denn ein paar Sänger fanden nur Bier, zwar ein gutes, aber na ja. Aber alle fanden im Kloster eine liebevoll restaurierte Kirche und eine tolle Akustik, die wir mit zwei Liedern ausprobieren durften. Unserer jungen Touristenführerin wurde das Herz ganz schön weich und sie bat mit einem schmachtenden Augenaufschlag „Noch eins, bitte.“ Und Männerherzen gaben nach. Ein Augenaufschlag macht nicht satt aber durstig, das wusste Hans-Georg und so versprach er auch allen anderen Sängern erst einmal ein gutes tschechisches Bier. Nach dem Gang durch die kleine Brauerei ließen wir uns die Hausmarke schmecken. Das Bier hatte einen wunderschönen Schaum ....und wir jetzt Hunger. So ging es in ein angrenzendes Kellergewölbe zu den Sagen umwogenen Knödeln mit Gulasch. Manch einer bestellte auch noch was anderes, um eine schonende Verdauung zu erreichen. Zu einer schonenden Verdauung gehört auch ein Schläfchen, um das wir uns dann sofort im Bus kümmerten. Die beiden Männer auf den besten Plätzen ließen den Bus gekonnt und nur mit leichten schaukelnden Bewegungen in Richtung Hotel rollen, so dass fast alle ausgeruht dort ankamen.

 

Nach einem Abendessen außerhalb des Hotels schwärmten wir dann in kleinen Gruppen in Franzensbad aus, da das Restaurant mit aufziehendem Nebel konfrontiert wurde.

Martin lernte immer noch die Karten auswendig, so dass man ihn mit dem Tenor zwei mitschickte, der ihn auch fleißig abfragte. Die Tenöre machten bei guter tschechischer Live-Musik halt und achteten sehr streng darauf, dass sie sich nicht den Hals verkühlten. Sie sprangen auch nicht ins Bett, denn unser Hans-Georg wollte am Sonntagmorgen mit allen schon um 8 Uhr frühstücken. Mit allem, was das Herz begehrt, verwöhnten uns unsere Gastgeber im Hotel, so dass wir ausgeruht und guter Dinge in dem sehr schönen Saal des Kurmittelhauses pünktlich ankamen.

Gut besucht sangen wir ein sehr schönes Konzert, dass im Veranstaltungskalender der Stadt - überall ausgehangen - als „Deutsch-tschechisches Chortreffen“ angekündigt wurde. Dass uns dieses Konzert so gut gelang, lag sicherlich an vielen Gründen. Also heißt es für uns: vor dem nächsten Konzert ein gleiches Ambiente schaffen, dann gelingt uns Manches mehr. Wenn es nach den Zuschauern gegangen wäre, hätten wir sicherlich noch eine halbe Stunde länger singen können. Ein größeres Lob kann man sich sicherlich nicht wünschen.

 

.... Ich weiß ein Fass in einem tiefen Keller, gefüllt mit wunderbarem .....  Bier. Jedenfalls hat der Tenor zwei dieses Fass noch gefunden, denn der Wirt im Schwimmbad hatte wohl kein Licht in seinem Keller.

 

Jeder von uns hat wohl seine eigene Sicht auf diese Sängerfahrt. Mir hat sie jedenfalls sehr gut gefallen, weil sie präzise geplant war und alles geklappt hat, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten alle Zeit der Welt, konnten Vieles tun, hatten keinen Stress. Allen denen meinen herzlichsten Dank, die an der Vorbereitung mitgewirkt haben. Besonders danke ich Hans-Georg – das war spitze! Mit Fischer-Reisen war ich sehr gern unterwegs.

 

Übrigens: Die Flucht war nicht erfolgreich. Der Herr aus dem Hause Israel fuhr wieder nach Deutschland ein und nahm den vollbesetzten Bus mit nach Naumburg. Er bekam einen Anruf von seiner jungen Frau ....

 

Michael Heinze, Naumburg

 

Anmerkung der Reiseleitung: Ein Sangesbruder war dem Anschein nach wirklich auf der Flucht. Nur durch die Umsicht des Reiseleiters mit der Mütze konnte der Personalausweis des Micha H. gerettet werden. Somit war dann auch die Einreise nach Deutschland wieder gesichert. Die Chorkasse hat es gefreut!

 

 

Besuch der Aachener Freunde - 1 // am14./15.5. 2010

Es mögen nur die wenigsten Feiern zu einem 20. Geburtstag sein, an denen heutzutage noch „Das Morgenrot" von Robert Pracht oder „Heilig, heilig, heilig" von Franz Schubert gesungen werden. Doch am Sonnabendabend im Naumburger Dom verfehlten, die von den - wenn man so will - Chor-Jubilaren selbst vorgetragenen Stücke ihre Wirkung nicht und erzielten stehende Begeisterung. Nicht, dass die beiden vortragenden Chöre selbst erst 20 Jahre alt wurden. Nein, die Wurzeln des Naumburger Claudius-Männerchores (gegründet 1831) und des Männerchores St. Marien-Gesangsverein Aachen-.Horbach (1864) gehen bis weit ins 19. Jahrhundert zurück.  Gefeiert wurde stattdessen die nunmehr 20-jährige Freundschaft der beiden Klangkörper, wozu die Gäste aus der Partnerstadt das Wochenende hier in der Domstadt verbrachten. Die Geschichte dieser Freundschaft begann in der Vorweihnachtszeit des Wendejahres 1989. Damals erreichte ein Brief mit dem dick unterstrichenen Adresszusatz „DDR" das Naumburger Rathaus. Geschrieben vom damaligen Horbacher Chorvorsitzenden Franz Spiertz," hatte 'der Brief das Anliegen, Kontakt zu einem Naumburger Chor zu knüpfen. Zwei frisch „verpartnerte" Städte (Naumburg und Aachen) und eine Sängerpartnerschaft - das würde schließlich passen. „Hierzu wollen wir Ihre Stadt kennen lernen, vielleicht ein Konzert geben und persönliche Freundschaften schließen" schrieb Franz Spiertz damals und fügte schnell hinzu „Unser Besuch wäre selbstverständlich nicht mit Kosten für sie verbunden." Doch als nun im Naumburger Rathaus dieser Brief eintraf, braucht man nun nicht ins große Suchen ausbrechen, welcher Naumburger Chor denn wohl an solch einer Partnerschaft interessiert sein. Nein, der Zufall half. Denn, wie Jürgen Schmidt, damaliger und heutiger „Claudius"-Vorsitzender in seinem ersten Brief nach Aachen-Horbach schrieb:  „Gerade, als ich einen Brief an einen Aachener Männerchor im Naumburger Rathaus zur Mitnahme nach Aachen übergeben wollte, war Euer Brief vom 22. Dezember 1989 eingetroffen."  Und, wie Schmidt, wenige Zeilen später feststellte: „Was den Inhalt Eures Briefes angeht, so können wir völlige Interessenübereinstimmung feststellen. Wenn das kein guter Anfang ist!" Und wie Recht Schmidt damals hatte. Denn aus dem ersten Abtasten wurde nicht nur eine kurze Kumpanei, sondern eine bis heute ständig mit Leben gefüllte Sängerfreundschaft. Acht gegenseitige Freundschaftsbesuche und Konzertreisen stehen zu Buche. Verschieden Jubiläen wurden miteinander begangen. Das Konzert am vergangenen Sonnabend vor etwa 160 Zuhörern im Dom war da nur der jüngste von vielen Höhepunkten. Neun Lieder der Gäste aus Aachen, sechs vom Claudius Chor sowie die zwei genannten Stücke sorgten für einen rundum gelungenen Konzertabend, der zudem eine beträchtliche finanzielle Spende für die Kinderdombauhütte sowie die Kreismusikschule einbrachte.

 

Harald Boltze, Naumburger Tageblatt

 

 

Besuch der Aachener Freunde - 2 // am 14./15.5. 2010

Am vergangenen Freitag haben wir uns mit unseren Freunden vom Männerchor St. Marien-Gesangverein Aachen-Horbach, die anlässlich der Stadtpartnerschaft Aachen - Naumburg, in der Stadt weilten, zu einem Begrüßungsabend getroffen. Die beiden Chöre verbindet ja seit 20 Jahren eine intensive, gelebte und herzliche Freundschaft. Diese Freundschaft verbindet, überwindet Grenzen und die gemeinsame Musik schafft dann endgültig Einigkeit. Vom Claudius-Männerchor fanden sich immerhin über 20 Männer - teilweise mit Frauen - im Ratskeller in Naumburg ein, um mit unseren Freunden diesen Abend würdig zu begehen. Gesungen wurde an diesem Abend natürlich viel - selbstverständlich war die Aufmerksamkeit als erstes auf die Grußworte und Dankesreden der beiden Vorsitzenden - Heinz Pontzen für die Aachener Sänger und Jürgen Schmidt für die Claudius-Männer -  gerichtet, dann wurde sich bei den Organisationsleitern und 2. Vorsitzenden - Helmut Plum und Hans-Georg Fischer - bedankt und dann wurde gesungen, erzählt, getrunken und gelacht. Es wurde ein rundum schöner und lockerer Abend der, als finalen Höhepunkt das gemeinsame Singen beider Chöre bot. Ando Gouders und unser Paul Symann wechselten sich beim Dirigieren ab und ermunterten die Sänger zu Höchstleistungen.

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

P.S. Schade, dass der Abend so kurz war …

 

 

Himmelfahrtswanderung am 13.5. 2010

Am 13.5. 2010 trafen wir uns, das waren sieben Sänger, am Salztor in Naumburg zur traditionellen Himmelfahrtswanderung. Kurz nach 10.00 Uhr wanderten wir über den Flemminger Weg in Richtung Sperlingsholz. Eine kurze Einkehr in der Gaststätte „Schöne Aussicht“ wurde eingelegt, denn einige von uns hatten schon Durst bekommen. Auf einem schönen Weg durchquerten wir das Sperlingsholz um den Bismarckturm zu erreichen. Von hier aus wanderten wir in Richtung Schulpforte durch den Wald. An der Mönchsgrotte wurde eine Pause zum Verschnaufen mit einem „Fotoshooting“ eingelegt. Unser nächstes Ziel war das „Fischhaus“. Von allen wurde ein kleiner Imbiss - Erbsensuppe mit Bockwurst - eingenommen, denn es war bereits Mittagszeit. Ein Bierchen zur Erfrischung konnte auch nicht schaden. An der Saalebrücke entschieden wir uns, auf dem Radwanderweg nach Almrich zu laufen. Bei Schwabes gab es dann wieder etwas zu trinken. Und das bei sehr moderaten Preisen. (Schleichwerbung!) Über die Kösener Straße wanderten wir dem heutigen Ziel entgegen. In der „Thüringer Pforte“ tranken wir unseren „Scheidebecher“ und begrüßten als erste des Chores die vorbeifahrenden zwei Aachener Busse. Leider konnten wir unsere Aachener Sängerfreunde nicht deutlich erkennen - das lag aber weder am genossenen Alkohol noch an der Geschwindigkeit der Busse. Es lag ganz einfach an den getönten Scheiben der beiden Fahrzeuge. Es war wieder eine von jeden bezwingbare (bestens vorbereitete) - Anmerkung der Redaktion! - und schöne Wanderung in die Umgebung Naumburgs, die aber leider nur von sehr wenigen Sängern angenommen wurde.

 

Klaus Keidel, Naumburg

 

 

Muttertagskonzert am 9.5. 2010

Wach auf, meins Herzens Schöne

 

Traditionell lud der Claudius-Männerchor Naumburg am zweiten Sonntag im Mai zum Frühlingskonzert anlässlich des Muttertages ein. Ein bestens vorbereitetes und buntes Programm erwartete die Frauen und auch die mitgekommenen Männer. Ehe die Claudius-Männer im Weinparadies einkehren oder sich als Brüder im Kreise lagern konnten bzw. wollten, erblühte durch ein Mailied die Linde, die Nacht wurde hell und ein Frühlingsgruß erweckte einen Jäger, der daraufhin ein wildes Schwein jagte, von der Liebe träumte und sich ein Abendlied sang. So ein Tag, sagte er sich, endlich weiß ich, wo in diesen Gassen die Fässer gelagert werden. Zu dieser Erkenntnis brachte ihn die stets plappernde Ilsebill, mit der er sich später wie in spanischen Nächten fühlte. Eingeladen hatte sich der Chor Herrn Eduard Schulkin, der mit seinen virtuos gespielten Klavierstücken das Publikum verzauberte. Zum Schluss des Konzertes überreichten die Sänger des Claudius-Männerchores allen anwesenden Frauen im Saal eine Rose und brachten so ihre große Wertschätzung zum Ausdruck. Gewohnt locker aber auch sicher hat Paul Symann das Konzert moderiert und ist vom Chor eigentlich nicht mehr weg zu denken. Freuen Sie sich auf ein neues Frühlingskonzert zum Muttertag, welches wir Ihnen 2011 zum Besten geben. Fest versprochen!

 

Hans-Georg Fischer, Naumburg

 

 

Frühjahrswanderung am 17.4. 2010

Am 17.4. 2010 fanden sich 16 Sänger mit ihren Frauen um 14.00 Uhr an der Post in Naumburg ein, um von dort die diesjährige, wie immer von Sangesbruder Klaus Keidel bestens vorbereitete Frühjahrswanderung zu beginnen. Paul hatte sich einige Minuten Verspätung erbeten, da sein Zug erst kurz vor 14.00 Uhr in Naumburg ankam. Noch schnell ein Foto geschossen und los ging es in Richtung Saaleradwanderweg. An der „Henne“ stießen noch zwei Wanderer hinzu. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir durch den Blütengrund, an der Fähre vorbei, bis zum „Kalten Tal“. Auf einem Waldweg erklommen wir die Höhen über dem Saaletal und erreichten pünktlich das „Haus Sonneneck“. Hier wurden wir schon von den Rad- und Autofahrern erwartet. Die Tische waren bereits gedeckt und das Kuchenbuffet aufgebaut. Damit konnte das gemeinsame Kaffeetrinken beginnen. Im Anschluss, die meisten hatten sich ohnehin schon vor das Haus begeben, um den Sonnenschein und den wunderbaren Ausblick über das Saale- und Unstruttal bei Wein oder Bier zu genießen, war Paul gefragt. Nach einem kurzen blättern in seinen Noten um fest zu stellen, welche Lieder von den Sängern aus dem Stegreif gesungen werden können, begann ein kleines Konzert. Hier wurden auch die Sängerfrauen bei dem Kanon „Trara es tönt wie Jagdgesang …“ mit einbezogen.  Gegen 18.00 Uhr löste sich die fröhliche Runde allmählich auf um den Heimweg anzutreten. Die Frühjahrswanderung hat sich auch in diesem Jahr, nicht nur wegen des guten Wetters, großer Beliebtheit erfreut.

 

Klaus-Dietrich Keidel, Naumburg

 

 

Herrnhuter Sterne GmbH - Herrnhuter Advents- und Weihnachtsstern

Advent und Weihnachten

Zeit der Stille

und Besinnung,

bis jemand

auf die Idee kam,

dass Geschenke

sein müssen.

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